Skytones Alpha-680: Das erste Android-Netbook kommt aus China

Nach dem Sharp Mebius haben wir heute noch von einem zweiten Stück Hardware Wind bekommen: Das Skytone Alpha-680 ist das erste Netbook mit Google-Betriebssystem Android an Bord. Zweite Besonderheit? Es ist ein Tablet-PC.

Die Ausstattung erinnert hingegen eher an die eines Mobiltelefons: Da wäre der 7-Zoll große TFT-Bildschirm mit einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten. Der interne DDR2-Speicher ist vom Werk aus mit 128 Megabyte bestückt, gerechnet wird mit einem ARM-Prozessor, der es auf gerade einmal 533 MHz bringt. Daten werden auf einem ein GB großen Flash-Speicher abgelegt (optional kann dieser auf vier GB erweitert werden).

Auch schnittstellentechnisch sieht es eher mau aus: Ein Ethernet-Port und WLAN (b/g) wurden integriert, dazu kommen drei USB 2.0-Steckplätze, ein SD/MMC-Kartenslot sowie Audio in/out. Das war’s. Bluetooth, eine Webcam oder ein UMTS-Modul (auf Stick-Basis) können nur optional erworben werden. Die verfügbaren Farben sind Weiß, Schwarz, Rot, Gelb und Pink.

Ein etwas schwacher Wurf für den lang erwarteten Killer der Windows XP-Netbooks, oder? Wenigstens – und das sind mal gute Nachrichten – soll es den Alpha-680 bereits ab einem Preis von 100 bis 200 US-Dollar geben.

Google torpediert Microsofts Cloud

Da droht der nächste Krieg der Giganten: google hat erfolgreich eine einstweilige Verfügung gegen die Pläne des US-Innenministeriums erwirkt, seine Messaging-Dienste in Microsofts Cloud auszulagern.

Ein entsprechender Vertrag wurde wurde bereits im Sommer mit Microsoft unterzeichnet. Demnach soll der Mail-Verkehr und andere kollaborative Dienste künftig über die “Business Productivity Online Suite – Federal” (BPOS) des Software-Konzerns betrieben werden.

Google kritisierte, dass es keine ordentliche Ausschreibung gegeben hätte und nicht die Nutzung der Dienste vergleichbarer Anbieter in Betracht gezogen wurde. Der Vergabe-Prozess sei auch nicht geändert worden, als man eigene Lösungen präsentierte. Google zog vor Gericht und bekam Recht. Die Umsetzung des knapp 60 Millionen Dollar schweren Vertrages muss vorerst ausgesetzt werden. Das Ministerium muss ein neues Ausschreibungsverfahren durchführen – könnte bis zum Hauptverfahren sogar dazu gezwungen werden.